Feel to Heal
- Anna Rebecca Menges
- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Wenn wir uns auf den Weg der Transformation machen, dann kommen wir irgendwann an einem Punkt an, an dem es um das Fühlen geht.
Man kann so viel drüber sprechen oder sagen, man kann Studien lesen und sich in Büchern vertiefen, man kann sich informieren und reflektieren, irgendwann die eigenen Muter und Mechanismen verstehen.
Aber dann kommt irgendwann der Punkt, an dem wir fühlen müssen.
Und ja, ich sag es wie es ist: wir müssen.
Leider kommt kein Weg an unseren Gefühlen vorbei. Nicht dann, wenn wir glücklicher, ehrlicher, gesünder, freier oder zufriedener sein wollen.
Denn, wie die Überschrift schon so schön sagt: Wir fühlen, um zu heilen.
Jetzt ist es so, dass wir viel wissen, vielleicht schon verstanden haben und uns gut reflektieren können. Gerne bleiben wir im Stadium des Rationalen, des Analysieren, des Weiterdenkens. Dieses Stadium gibt uns Schutz vor unseren eigenen Gefühlen.
Doch kommt der Moment, dass wir ein Stück tiefer sickern, uns mehr wahrnehmen, Platz schaffen, für das, was unser Körper uns zeigt, was unsere Emotionen uns mitteilen. Dann sind wir überrascht von der Unbequemlichkeit der Gefühle. Wir bemerken, dass das Ganze leider kein Spaß macht. Sogar im Gegenteil. Es ist äußerst unangenehm.
Und darauf sind wir selten vorbereitet. Auch, wenn ich meine Klient*innen vorwarne, kann man eben doch nicht ganz nachempfinden, was damit gemeint ist, bis man selbst drinsteckt und sich spürt.
Feel to heal ist eine Erinnerung an uns alle, dass der Weg zum inneren Frieden häufig unbequem ist und man viele Momente haben wird, in denen man lieber wieder umdrehen möchte.
Und doch lohnt es sich zu bleiben.
Mit dir.
Mit deinem Gefühl.
Und mit dem, was nach langer Zeit endlich Aufmerksamkeit bekommt. Luft zum Atmen hat.
Deswegen bitte ich dich, wenn du das nächste Mal an einer (inneren) Abzweigung ankommst, du merkst, diese Situation, der Konflikt oder auch das Gefühl ist unangenehm: Dreh nicht um! Bleib da!
Denn so gibst du dir und all dem Verborgenen die Chance gefühlt und verarbeitet zu werden, damit du dann mit neuer Kraft voraus weitergehen kannst.
Ich danke dir,
with love,
Becci


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